Montag, 30. Juni 2008

Servus Wien!

Ich hatte schon einen pathetischen letzten Post vorbereitet. Angefangen mit den kommentar- und commitmentlosen Anfängen, gefolgt von meinen billigen Tricks Leser anzulocken, die sich darauf konzentrierten, einfach über Menschen zu schreiben und ihnen dann zu sagen: "Hey, ich hab da was über letzte Nacht geschrieben. Musst mal lesen." bzw. wie mir dieses zu Beginn zweckmäßíge Rekonstruktionsbloggen schlussendlich sogar das Liebste hier geworden ist. Dann hatte ich mir noch ein gut ausgewähltes Bernhard-Zitat zurechtgelegt für ein möglichst melancholisches Ende.
Aber jetzt denke ich, dass meine Leserschaft doch eh weiß, wie lieb und teuer sie mir ist. Die brauchen kein zeilenweises, langes Lob mit Dank
zum Abschied. So bedürftig sind die nämlich gar nicht.
Deswegen lass ich anstelle dessen folgende Bilder sprechen, die meinen letzten fabelhaften und offiziellen Abend in Wien für lange Zeit (ermöglicht dank V.I.P.-Parlamentconnections meiner besten BB) zeigen:












Nur soviel noch: Einige Menschen haben - überraschenderweise - einen Frankreich-Blog ab Herbst schon nahezu eingefordert. Wir werden sehen! Derweil: A bientot! Man sieht, liest oder riecht sich.

Ach sei's drum. Ihr wollt es doch alle!...
Special Thanks an Beste Bierfreundin, Meine Soziologie, Herrn Trotz, Herrn Vogel, den Wassertrinker, Besten Mitbewohner, Lieblings-Achtzehnjähriger, Francois sowie Herrn Puppy und die kleine, aber feine Leserschaft der Fm5- bzw. anonymen Menschen.

Fin.

Sonntag, 29. Juni 2008

Especially for you

You-Tube hat mich in nostalgische Sphären abdriften lassen. Die ganze Minimiererei hinterlässt erste pathetische Spuren, sodass ich bei Memories von Streisand gelandet bin und dann über Umwegen bei folgendem Video.
Das ist aus so vielen Gründen sehenswert! Unter den Top 3: Die nette Choreografie mit Playback sowie Schulterpolster und Rock von Kylie, wobei sich letzterer tatsächlich - ich hoffe, ich verrate nicht zuviel - gegen Ende als getarnter Hosenrock herausstellt.



Ich dachte ja schon, dass es
zwischen den beiden aufgrund der Tanzdistanz gekriselt haben dürfte, aber dann am Schluss kocht ja doch noch die Leidenschaft mit dem ganzen Drehen und Werfen richtig über. Auch wenn's unglaublich nach diesen Worten klingen mag: Ich finde das ehrlich gut.

Samstag, 28. Juni 2008

Eine kartonarme Welt

Wenn einem die You-Tuberei als sinnlose Nachmittagsbeschäftigung zu gewöhnlich geworden ist, schlage ich vor ein paar Stunden mit Karton schnorren zu verschwenden. Man begebe sich dazu in Supermärkte, Drogerien oder Möbelgeschäfte, hechte auf uniformierte Damen zu, die sich bei Kassen, Informationsständen oder Abteilungscheckpoints - es handelt sich hierbei in der Tat ausschließlich um Frauendomänen - befinden und daher über ausreichend Kompetenz zur Beantwortung folgender Frage verfügen dürften:
"Haben Sie leere Kartons, die Sie nicht mehr brauchen ODER Umzugkartons?"

Eines, dieser wie folgt beschriebenen Szeniaren wird sich daraufhin ereignen:
1) Ehrliches Bedauern: von einer Mitarbeiterin, die beteuert, dass sie schon lange keine großen Kartons* mehr hätten und wenn, würden sie diese sofort zerkleinern oder wegschmeißen.

2) Nein mit Insidertipp: von einer Dame, die zuerst neben zwei Kolleginnen jediglich verneint. Ich danke, mache kehrt, wobei ich mich zurecht etwas verfolgt fühle und plötzlich leise hinter mir "Gnä Frau!" vernehme. Ich drehe mich um, es handelt sich um dieselbe Dame von vorhin, die mir jetzt breitgrinsend etwas zuflüstert. Ich kapiere nicht gleich, glaube aber dann doch verstanden zu haben und wiederhole: "IKEA?" Sie nickt, sich dabei umsehend und meint wieder flüsternd: "Ja, die haben bestimmt welche." Jetzt muss ich grinsen, bedanke mich für den tollen Tipp und gehe mit einem sehr freundlichen, nun wieder lautem "Schönes Wochenende" aus dem Möbelfachgeschäft.

3) Einfach nur Nein: von einer genervten, über ihre Brille schauenden Dame, welche mit sparsamen Worten einem beiderlei Bitten abschlägt, während hinter ihr leere Kartons zu sehen sind.

Ich habe mir dann riesige Müllsäcke besorgt. Schlussendlich bin ich dann sogar doch noch zu einem großen Karton gekommen. Wie? Das wird nicht verraten. Zuviel des Pathos ist's sowieso schon hier, weswegen heute einmal das EsgibtsiedochdiegutenMenschen-Ende ausgespart bleiben soll.

*
Laut Wikitionary, tatsächlich der Plural von Karton

Letzte Soiree / Auszug, die Erste(Post-drunk)

"Das war wieder was!" ist ein denkbar schlechter Einstieg für einen originellen Blog-Eintrag, aber dennoch: Das war wieder was! Gestern. Man wollte eigentlich nur mit Seiner Soziologie ein Endgültiges-Semesterende-Bierchen-trinken, nach Hause gehen und am Tag darauf morgens um 8:00 anfangen, seinen Krempel zu minimieren bzw. in Kartons zu packen.

Problematik Nr. 1: Eine nette Brigadenbekanntschaft verteilt Flyer für die Dachskabine Dachskantine und erweckt somit spontan Gelüste nach Tanz und elektronischer Musik. Dort einige Gin Tonics und ein niederes (aber notwendiges) Sandwichding in der Burggasse später, findet man sich dann im Wirr wieder, wo dieses unglaubliche Rock'n'Roll-Kind (nach Meiner Soziologie zitiert) mit elendslangen, blonden Haaren im Gesicht um 3:00 morgens mit seinen Eltern - wie man es sich von einer MTV-Hommage an Kurt Cobains Leben nur wünschen könnte - wuzelt. Die Weltordnung ist dann wieder hergestellt, als es zu weinen beginnt, weil es nach Hause will.
Vom Alkohol benebelt, scheint es eine gute Idee zu sein, zum Schottentor anstelle des Gürtels zu laufen. Die Fanzone ist natürlich zu, weswegen 2 Südtiroler und ich um das ganze Rathaus herum
Fußball/Studium-Smalltalk führen. Irgendwann doch wieder in Floridsdorf - nach viel zu wenig Schlaf - sitze ich nun bei erstem Kaffee und schreibe simultan, im Sinne eines recht mageren Multi-Taskings, diesen unspannenden Blogeintrag. Liebe/r Anonym, du siehst also, so schlimm wird das Ende der Floridsdorfblog-Ära gar nicht werden!

Problematik Nr. 2 ist übrigens: Ich habe noch keine Kartons.

P.S.: Blogspot ist doof. 10 Mal klicken müssen bis sein Mist veröffentlicht wird, ist 9 Mal zu viel!

Donnerstag, 26. Juni 2008

JUHU

Ich hab's hinter mich gebracht. Die Arbeit ist zumindest geschrieben und verschickt. In schlechtem Stil natürlich, aber für Publizistik wird's schon reichen. Und an dieser Stelle muss ich nochmal hervorheben, wie Goldt schon meinte: Prokrastination hat rein gar nichts mit Faulheit zu tun.
Ich habe Höchstleistungen in letzter Nacht verbracht!
Freu mich jetzt auf eine späte Dusche! Am besten zu diesem Lied:




Wie gut, das ist!!! Zum Mitnickend verleitend - gut.

Und Herr Trotz: You tell me.

Dazed and Confused

Kaffee in der Blutbahn kann ab einem bestimmten Grad gewiss tödlich sein. Ich hoffe, dieser ist noch nicht erreicht. Bis morgen 18:00 werde ich nämlich noch so einiges, von diesem Aufputschgetränk - zubereitet nach Brigadentradition (schwarz, ohne Milch und ohne Zucker!) - brauchen.
Jenes muss meinem lerngeschädigten Körper eventuell schon intravenös zu gefügt werden, damit ich wahrhafitg die ganze Nacht wach bleiben kann. Ich muss nämlich irgendwie möglichst schnell, möglichst gute, wissenschaftlich-klingende 15 Seiten zur printmedialen Klimaberichterstattung auf Papier kopulieren.
Einmal pflichtbewusst, einmal organisiert und einmal eine Aufgabe rechtzeitig beenden, das wär's! Diese Zeilen kosten mich übrigens mehr Anstrengung und Zeit, als für meine Motivation und Hirnleistungsvermögen gut ist. Spontan kommt mir das Wort "Doomed" wieder mal in den Sinn.


Wie wird es, weitergehen mit N.? Wird sie es rechtzeitig schaffen, ihre Arbeit fertig zu stellen? Wird die Krocha-Sache auffliegen? Kommt ihr Nachfolger in Floridsdorf wirklich schon morgen mit seinen ersten Sachen vorbei? Und die essentiellste aller Fragen: Wird N. jemals wieder Sex haben?

Vielleicht werden wir darüber beim nächsten Mal mehr erfahren, wenn es wieder heißt: "N. ist dazed and confused, hat keine Ahnung what to do und müsste sich eigentlich über den Umweltminister Josef Pröll den Kopf zerbrechen."

Mittwoch, 25. Juni 2008

Für mehr Rock 'n' Roll!

Eddie Argos hätte bestimmt keinen gelben, mit Helium gefüllten Luftballon mit der Aufschrift "Ehrenamtlich Geistliche Wien" und "Man kann immer etwas tun!"in die Hand gedrückt bekommen, wie mir heute nach meiner Prüfung geschehen. Soll das ein Zeichen sein? Und wenn ja, wofür? Der Wissenschaft endgültig den Rücken kehren? Das gezwungenermaßen, nicht selbst auferlegte Zölibat endgültig dingfest machen?
Zuhause angekommen, musste ich mir gleich beweisen, wie Rock'n'Roll ich noch sein kann. Daher das letzte Bier der Ära Floridsdorf geköpft und 5 Zigaretten hintereinander geraucht. Mein Lieblings-18Jähriger wollte mir sogleich von der Weiterführung einer solchen Lebensweise tunlichst abraten. Das Leben sei ja so gut und sowieso viel zu kurz, meinte er, deswegen soll ich die Zigaretten bitte wegschmeißen. Er hatte gerade Maturareise. Und Sex.
Post-koitaler Lebensoptimismus nennt man das, glaube ich. Schrecklich, aber dennoch gab ich ihm Recht. Weg mit den Zigaretten! Rock'n' Roll ist schließlich viel mehr, als nur abgenutzte Klischees zu reproduzieren. Verdammte scheiße,
ich freu mich auf Paris! (Fluchen, eine Bastion des stereotypen-Rock'n'Roll-Lifestyles) Und auf die vielen, auf die gute Art verkommenen Franzosen, in noch unterschätzten Bands und engen Hosen. Seit heute - dem Tag, an dem ich das wunderbarste Wort der Kommunikationswissenschaften ever kennenlernen durfte, nämlich "Digital-Penetration" - hoffe ich darauf folgendes, ultimativstes Bekenntnis von Zuneigung einmal vernehmen zu dürfen:
"Als ich diesen Text von dir las...ich weiß auch nicht, das war wie digital penetriert werden."
In diesem Sinne, scheiß auf: "Du vervollständigst mich."
Ich meins nicht so, Tom.